138
No. 60-- 61. (1820).
61. An die Lehrer der Volkschulen in
Ermland.
Schmolainen,
den 12. Juli 1820.
Der h”chste und eigentliche Zweck, der durch die Volksschulen
erreicht werden soll, ist nicht, wie unkundige Menschen dafr
halten, bloss Lesen, Schreiben, Rechnen, die blos mechanische Erlernung
des Catechismus, und etwa noch einiger anderer ntzlichen
Kenntnisse. Wer den h”chsten Zweck der Schulen nur in solche
Erlernungen setzt, der hat vom Schul- wesen einen sehr
oberfl„chlichen Begriff. Lesen, Schreiben, Rechnen nebst anderen
Kenntnissen und Fertigkeiten k”nnen wohl Mittel zum h”chsten
Zweck sein, aber der h”chste Zweck selbst sind sie nicht.
Entwickelung, Bildung und Sch„rfung des Verstandes und der
brigen Theile des Erkenntniss-Verm”gens ist allerdings sehr
ntzlich und zur Gesamtbildung des Menschen nothwendig, aber als
h”chster Zweck darf sie nie angesehen und betrieben werden.
Welches ist denn nun aber der h”chste Zweck? -
Der h”chste, vornehmste und eigentliche Zweck der Volks- schulen
ist, dass nicht nur der Verstand, sondern vorzglich das Herz, der
Wille der Kinder gebildet werde; dass die Kinder nicht nur
verst„ndige und geschickte, sondern vor allem gute edle Menschen
werden. Dahin mssen die Lehrer trachten, darauf mssen alle
ihre Bemhungen gerichtet sein, dahin muss all ihr Unterricht und
die ganze Schulordnung abzielen. Es muss einem Lehrer nicht genug sein,
in seiner Schule nur fertige Leser, gute Schreiber, geschickte Rechner
und sonst wohlunterrichtete Schler zu haben! So ntzlich das
Wissen und K”nnen immerhin ist, und so sehr es einem Lehrer zur
Ehre gereicht, seine Z”glinge in den vorgeschriebenen
Lehrgegenst„nden geh”rig unterrichtet zu haben, so soll er
doch seine vorzglichste Ehre und seinen h”chsten Ruhm
1) Gedruckt (in Danzig?) mit der Aufschrift: "Ein hochwichtiges Wort an
die Lehrer der Volksschulen im Bisthum Ermland" und mit der
Unterschrift "Josephus Hohenzollern Epp."
No 61. (1820.) 139
nicht darin allein setzen. Sein theuerster Ruhm soll sein, gute,
gottliebende, gottgef„llige Kinder in seiner Schule zu haben,
wobei natrlich das Wissen nicht fehlen darf!
Nach dieser Ehre, lieben Lehrer, sollet ihr streben, und nur dann
sollet ihr glauben, den sch”nsten Schulzweck erreicht zu haben,
wenn ihr in euren Schulen einen frommen Geist walten sehet, wenn ihr
innige Liebe zu Gott gewahr werdet, wenn ihr Unschuld und Tugend darin
blhen sehet. Waltet dieser fromme Geist nicht in denselben, so
ist der Hauptzweck verfehlt. Was ist wohl in der Hauptsache -
n„mlich fr das Eine was Noth thut - damit erreicht worden,
wenn die Kinder in der Schule ber vielerlei mit gel„ufiger
Zunge zu schwatzen verstehen, und wenn der Lehrer nicht gewusst hat,
Gemth und Gefhl zu erregen und im Innersten der kindlichen
Seele ein Fundament des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, der
Ahnung des Ewigen, Himmlischen zu legen, auf welchem sich das
Geb„ude menschlicher Zufriedenheit und wahrer Glckseligkeit,
bei Fleiss und Arbeitsamkeit, sp„terhin wie von selbst erbaut!
Einzig und allein durch den Einfluss der Religion werden die Lehrer den
h”chsten Zweck der Schule, die Kinder zu guten edeln Menschen zu
erziehen, erreichen. Das Unentbehrlichste ist und bleibt Religion, aber
keine todte, die nur in Begriffen besteht, oder sich nur in
„ussern Formen bewegt, sondern die lebendige, welche die Herzen
durchdringt und erneuert, welche die Menschen Gott „hnlich, gut
und gerecht macht. Diese Wahrheit ist in dem ehrwrdigen
Bibelspruche ausgedrckt: Der Anfang der Weisheit ist die Furcht
Gottes. Dieser Spruch will in Beziehung auf die Schulen so viel sagen:
Liebe Lehrer, wollt ihr, dass eure Schler etwas rechtes lernen,
dass sie wahrhaft verst„ndig, gut und weise werden: so fanget bei
ihnen mit der Religion an, leget in ihnen die Furcht Gottes zum Grunde.
Lehret sie vor allem Gott erkennen, lieben, ehren und frchten;
aus Liebe zu ihm, aus kindlicher Ehr- furcht gegen ihn seinen Willen
thun - thun was recht und meiden was unrecht ist. Setzet berall
die Lehre der Religion oben an, webet diese Lehren berall mit
ein, gew”hnet
140 No 61. (1820).
die Kinder zu einem guten sittlichen Betragen, das auf Liebe und Furcht
Gottes gegrndet ist. Thut ihr dieses, dann habt ihr den besten
Grund gelegt.
Vor allem aber, lieben Lehrer, liegt es euch ob, die Kinder zu Jesu
Christo zu fhren! die Kinder waren ja be- sondere Lieblinge des
Herrn; Er schrieb ihnen eine gr”ssere Ernpf„nglichheit
fr die Lehren seines himmlischen Reiches zu als den Erwachsenen.
"Lasset die Kleinen zu mir kommen, sprach Er, der G”ttliche, und
wehret es ihnen nicht; denn fr solche ist das Himmelreich."
Deswegen soll der Jugendlehrer die ihm anvertrauten Kinder Christo
zufhren, das heisst: er soll sie Christum kennen lehren, ihnen
Verehrung, Liebe, Zutrauen zu Christo einfl”ssen, sie mit Seiner
himmlischen Lehre bekannt machen, ihnen Sein g”ttlich sch”nes
Beispiel vor Augen stellen, ihnen erz„hlen, was Er alles zum
Besten der Menschen gethan und gelitten, und wie Er besonders die
Kinder geliebet habe; er muss ihnen Christum nicht nur als Lehrer, als
h”chstes Musterbild der Tugend vor- stellen, sondern auch als
unsern Erl”ser und Seligmacher, als das Heil der Welt, als den
Eingebornen des Vaters, in dessen Namen sich beugen sollen- alle Knie,
derer die im Himmel sind und auf Erden und unter der Erde; in lhm muss
er sie ihr Heil suchen lehren, weil ausser Ihm nirgend Heil zu finden
ist. Ohne Christus kennen wir Gott und seine Eigenschaften nicht recht,
da Gott erst in Christus uns recht nahe und zug„nglich geworden
ist, da nur derjenige Gott recht erkennt, der in Christus den Vater
sieht, und niemand zum Vater kann, als durch Ihn. Durch die
frhzeitige Be- kanntschaft mit Jesu lernen die Kinder auch
frhzeitig kennen, wie der Vater im Himmel sie und alle Menschen
so v„terlich liebe, so v„terlich fr alle, gross und
klein, sorge, und wie wohlgef„llig _Ihm wir alle leben sollen,
dass uns Seine Ewigkeit zu Theil werde, die er uns durch Jesum Christum
Seinen Sohn, unsern Herrn, verheissen hat!
Als ein sehr zweckm„ssiges Hlfsmittel die Kinder fr
Christum zu gewinnen, bergebe ich nunmehr den Schullehrern des
Bisthums Ermland ein "Lese- und Sittenbuch",
No 61. (1820.) 141
worin eine kurze, aber sehr sch”n geschriebene Geschichte Jesu
enthalten ist. Den Zweck, den der Verfasser dieser Geschichte
beabsichtigte, hat er in den beiden Vorreden zu seinem Buche angedeutet.
Ich fordre demnach die Schullehrer auf, diese Vorreden aufmerksam zu
lesen, und nach den darin enthaltenen Winken, von dem trefflichen
Bchlein Gebrauch zu machen. Es ist mein Wille, dass alle Tage,
das ganze Jahr hindurch, in jeder Schule des Bistlimas Ermland aus
dieser Geschichte Jesu ein Vortrag gehalten werde. -- Wenn nun gleich
jedem Abschnitte aus der Geschichte Jesu eine sch”ne Sittenlehre
beigefgt ist, die der Schullehrer seinen Schlern besonders
erl„utern und den unschuldigen Kinderherzen nahe bringen muss, so
er- warte ich zuversichtlich, dass jeder eifrige, von der Wichtigkeit
seines Berufes durchdrungene und wahrhaft religi”se, Schullehrer
dasjenige noch hinzufgen werde, was er fr die besondern
Bedrfnisse seiner Schule vorzglich passend und geeignet
erachten wird. Die Lehrer m”gen besonders erw„gen, dass diese
Geschichte vorzglich darauf berechnet ist, die Kinder durch das
h”chste, reinste und liebenswrdigste Tugendmuster
frhzeitig in der Tugend stark zu machen. - Die Kinder, diese
Lieblinge Jesu, sollen mit Jesu, dem gr”ssten Kinderfreunde, durch
Liebe vereiniget und da- durch zur Liebe Gottes und des N„chsten
frhzeitig th„tig gemacht werden. - Lieben Schullehrer!
-Vergesset das Wichtigste nicht; die Religion ist nicht bloss Sache des
Verstandes, ihr Unterricht soll nicht wie ein todter Schatz in das
Ged„chtniss niedergelegt werden! Ein mit Innigkeit und W„rme
ertheilter Religionsunterricht lehrt Gott und den Heiland recht kennen,
und das ist das ewige Leben, dass wir den einzig wahren Gott und den Er
gesandt hat, Jesum Christum erkennen. Guter Unterricht in der Religion
macht die, welche ihn geh”rig benutzen, zu wahren Gottesverehrern,
zu treuen Dienern Gottes; und diese sind es allein, welche sich nicht
nur auf die ewige Seligkeit sichere Hoffnung machen k”nnen,
sondern auch schon hier auf Erden eine wahre Glckseligkeit zu
geniessen haben.
zurck zur Hauptseite
zurck zu Schule im
Ermland
138
No. 60-- 61. (1820).
61. An die Lehrer der Volkschulen in
Ermland.
Schmolainen,
den 12. Juli 1820.
Der h”chste und eigentliche Zweck, der durch die Volksschulen
erreicht werden soll, ist nicht, wie unkundige Menschen dafr
halten, bloss Lesen, Schreiben, Rechnen, die blos mechanische Erlernung
des Catechismus, und etwa noch einiger anderer ntzlichen
Kenntnisse. Wer den h”chsten Zweck der Schulen nur in solche
Erlernungen setzt, der hat vom Schul- wesen einen sehr
oberfl„chlichen Begriff. Lesen, Schreiben, Rechnen nebst anderen
Kenntnissen und Fertigkeiten k”nnen wohl Mittel zum h”chsten
Zweck sein, aber der h”chste Zweck selbst sind sie nicht.
Entwickelung, Bildung und Sch„rfung des Verstandes und der
brigen Theile des Erkenntniss-Verm”gens ist allerdings sehr
ntzlich und zur Gesamtbildung des Menschen nothwendig, aber als
h”chster Zweck darf sie nie angesehen und betrieben werden.
Welches ist denn nun aber der h”chste Zweck? -
Der h”chste, vornehmste und eigentliche Zweck der Volks- schulen
ist, dass nicht nur der Verstand, sondern vorzglich das Herz, der
Wille der Kinder gebildet werde; dass die Kinder nicht nur
verst„ndige und geschickte, sondern vor allem gute edle Menschen
werden. Dahin mssen die Lehrer trachten, darauf mssen alle
ihre Bemhungen gerichtet sein, dahin muss all ihr Unterricht und
die ganze Schulordnung abzielen. Es muss einem Lehrer nicht genug sein,
in seiner Schule nur fertige Leser, gute Schreiber, geschickte Rechner
und sonst wohlunterrichtete Schler zu haben! So ntzlich das
Wissen und K”nnen immerhin ist, und so sehr es einem Lehrer zur
Ehre gereicht, seine Z”glinge in den vorgeschriebenen
Lehrgegenst„nden geh”rig unterrichtet zu haben, so soll er
doch seine vorzglichste Ehre und seinen h”chsten Ruhm
1) Gedruckt (in Danzig?) mit der Aufschrift: "Ein hochwichtiges Wort an
die Lehrer der Volksschulen im Bisthum Ermland" und mit der
Unterschrift "Josephus Hohenzollern Epp."
No 61. (1820.) 139
nicht darin allein setzen. Sein theuerster Ruhm soll sein, gute,
gottliebende, gottgef„llige Kinder in seiner Schule zu haben,
wobei natrlich das Wissen nicht fehlen darf!
Nach dieser Ehre, lieben Lehrer, sollet ihr streben, und nur dann
sollet ihr glauben, den sch”nsten Schulzweck er- reicht zu haben,
wenn ihr in euren Schulen einen frommen Geist walten sehet, wenn ihr
innige Liebe zu Gott gewahr werdet, wenn ihr Unschuld und Tugend darin
blhen sehet. Waltet dieser fromme Geist nicht in denselben, so
ist der Hauptzweck verfehlt. Was ist wohl in der Hauptsache -
n„mlich fr das Eine was Noth thut - damit erreicht worden,
wenn die Kinder in der Schule ber vielerlei mit gel„ufiger
Zunge zu schwatzen verstehen, und wenn der Lehrer nicht gewusst hat,
Gemth und Gefhl zu erregen und im Innersten der kindlichen
Seele ein Fundament des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, der
Ahnung des Ewigen, Himmlischen zu legen, auf welchem sich das
Geb„ude menschlicher Zufriedenheit und wahrer Glckseligkeit,
bei Fleiss und Arbeitsamkeit, sp„terhin wie von selbst erbaut!
Einzig und allein durch den Einfluss der Religion werden die Lehrer den
h”chsten Zweck der Schule, die Kinder zu guten edeln Menschen zu
erziehen, erreichen. Das Unentbehrlichste ist und bleibt Religion, aber
keine todte, die nur in Begriffen besteht, oder sich nur in
„ussern Formen bewegt, sondern die lebendige, welche die Herzen
durchdringt und erneuert, welche die Menschen Gott „hnlich, gut
und gerecht macht. Diese Wahrheit ist in dem ehrwrdigen
Bibelspruche ausgedrckt: Der Anfang der Weisheit ist die Furcht
Gottes. Dieser Spruch will in Beziehung auf die Schulen so viel sagen:
Liebe Lehrer, wollt ihr, dass eure Schler etwas rechtes lernen,
dass sie wahrhaft verst„ndig, gut und weise werden: so fanget bei
ihnen mit der Religion an, leget in ihnen die Furcht Gottes zum Grunde.
Lehret sie vor allem Gott erkennen, lieben, ehren und frchten;
aus Liebe zu ihm, aus kindlicher Ehr- furcht gegen ihn seinen Willen
thun - thun was recht und meiden was unrecht ist. Setzet berall
die Lehre der Religion oben an, webet diese Lehren berall mit
ein, gew”hnet
140 No 61. (1820).
die Kinder zu einem guten sittlichen Betragen, das auf Liebe und Furcht
Gottes gegrndet ist. Thut ihr dieses, dann habt ihr den besten
Grund gelegt.
Vor allem aber, lieben Lehrer, liegt es euch ob, die Kinder zu Jesu
Christo zu fhren! die Kinder waren ja be- sondere Lieblinge des
Herrn; Er schrieb ihnen eine gr”ssere Ernpf„nglichheit
fr die Lehren seines himmlischen Reiches zu als den Erwachsenen.
"Lasset die Kleinen zu mir kommen, sprach Er, der G”ttliche, und
wehret es ihnen nicht; denn fr solche ist das Himmelreich."
Deswegen soll der Jugendlehrer die ihm anvertrauten Kinder Christo
zufhren, das heisst: er soll sie Christum kennen lehren, ihnen
Verehrung, Liebe, Zutrauen zu Christo einfl”ssen, sie mit Seiner
himmlischen Lehre bekannt machen, ihnen Sein g”ttlich sch”nes
Beispiel vor Augen stellen, ihnen erz„hlen, was Er alles zum
Besten der Menschen gethan und gelitten, und wie Er besonders die
Kinder geliebet habe; er muss ihnen Christum nicht nur als Lehrer, als
h”chstes Musterbild der Tugend vor- stellen, sondern auch als
unsern Erl”ser und Seligmacher, als das Heil der Welt, als den
Eingebornen des Vaters, in dessen Namen sich beugen sollen- alle Knie,
derer die im Himmel sind und auf Erden und unter der Erde; in lhm muss
er sie ihr Heil suchen lehren, weil ausser Ihm nirgend Heil zu finden
ist. Ohne Christus kennen wir Gott und seine Eigenschaften nicht recht,
da Gott erst in Christus uns recht nahe und zug„nglich geworden
ist, da nur derjenige Gott recht erkennt, der in Christus den Vater
sieht, und niemand zum Vater kann, als durch Ihn. Durch die
frhzeitige Be- kanntschaft mit Jesu lernen die Kinder auch
frhzeitig kennen, wie der Vater im Himmel sie und alle Menschen
so v„terlich liebe, so v„terlich fr alle, gross und
klein, sorge, und wie wohlgef„llig Ihm wir alle leben sollen,
dass uns Seine Ewigkeit zu Theil werde, die er uns durch Jesum Christum
Seinen Sohn, unsern Herrn, verheissen hat!
Als ein sehr zweckm„ssiges Hlfsmittel die Kinder fr
Christum zu gewinnen, bergebe ich nunmehr den Schullehrern des
Bisthums Ermland ein "Lese- und Sittenbuch",
No 61. (1820.) 141
worin eine kurze, aber sehr sch”n geschriebene Geschichte Jesu
enthalten ist. Den Zweck, den der Verfasser dieser Geschichte
beabsichtigte, hat er in den beiden Vorreden zu seinem Buche angedeutet.
Ich fordre demnach die Schullehrer auf, diese Vorreden aufmerksam zu
lesen, und nach den darin enthaltenen Winken, von dem trefflichen
Bchlein Gebrauch zu machen. Es ist mein Wille, dass alle Tage,
das ganze Jahr hindurch, in jeder Schule des Bistlimas Ermland aus
dieser Geschichte Jesu ein Vortrag gehalten werde. -- Wenn nun gleich
jedem Abschnitte aus der Geschichte Jesu eine sch”ne Sittenlehre
beigefgt ist, die der Schullehrer seinen Schlern besonders
erl„utern und den unschuldigen Kinderherzen nahe bringen muss, so
er- warte ich zuversichtlich, dass jeder eifrige, von der Wichtigkeit
seines Berufes durchdrungene und wahrhaft religi”se, Schullehrer
dasjenige noch hinzufgen werde, was er fr die besondern
Bedrfnisse seiner Schule vorzglich passend und geeignet
erachten wird. Die Lehrer m”gen besonders erw„gen, dass diese
Geschichte vorzglich darauf berechnet ist, die Kinder durch das
h”chste, reinste und liebenswrdigste Tugendmuster
frhzeitig in der Tugend stark zu machen. - Die Kinder, diese
Lieblinge Jesu, sollen mit Jesu, dem gr”ssten Kinderfreunde, durch
Liebe vereiniget und da- durch zur Liebe Gottes und des N„chsten
frhzeitig th„tig gemacht werden. - Lieben Schullehrer!
-Vergesset das Wichtigste nicht; die Religion ist nicht bloss Sache des
Verstandes, ihr Unterricht soll nicht wie ein todter Schatz in das
Ged„chtniss niedergelegt werden! Ein mit Innigkeit und W„rme
ertheilter Religionsunterricht lehrt Gott und den Heiland recht kennen,
und das ist das ewige Leben, dass wir den einzig wahren Gott und den Er
gesandt hat, Jesum Christum erkennen. Guter Unterricht in der Religion
macht die, welche ihn geh”rig benutzen, zu wahren Gottesverehrern,
zu treuen Dienern Gottes; und diese sind es allein, welche sich nicht
nur auf die ewige Seligkeit sichere Hoffnung machen k”nnen,
sondern auch schon hier auf Erden eine wahre Glckseligkeit zu
geniessen haben.
zurck zur Hauptseite
zurck zu Schule im
Ermland